Projekt

INTEGRATION VON FLÜCHTLINGEN IM QUARTIER ESCHWEILER-WEST

Seit Mitte 2016 führt die Stadt Eschweiler das Projekt „Integration von Flüchtlingen im Quartier Eschweiler-West um. Das Projekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Programms „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ durch das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr gefördert. Der Förderzeitraum endet am 31.12.2018.

Die Stadt Eschweiler kooperiert bei der Umsetzung dieses Projektes mit dem AWO Kreisverband Aachen-Land e.V., der im Auftrag der Stadt Eschweiler und mit eigenen Vorhaben in der Flüchtlingsarbeit in Eschweiler aktiv ist.

Das Quartier Eschweiler-West, in dem im Bereich Gutenbergstraße im Laufe des Jahres 2016 weitere Flüchtlinge ein neues Zuhause gefunden haben, ist kein abgegrenzter Verwaltungsbereich oder ein "gewachsener" - auch in der Eigen- und Fremdwahrnehmung - Stadtteil in Eschweiler. Vielmehr handelt es sich um einen Sozialraum mit starken funktionalen und sozialen Bezügen, der durch mehrere kleinräumige Siedlungsbereiche gebildet wird. Dazu gehören der Siedlungsbereich entlang der Bahnlinie Aachen-Köln zwischen der Odilienstraße und dem Stadtteil Pumpe/Stich (L238/Am Hohen Stein), der Siedlungsbereich zwischen der Röthgener Straße und der Bourscheidtstraße im Stadtteil Eschweiler-Röthgen sowie der Bereich zwischen der B264 (Indestraße), der  Gutenbergstraße und der Straße Langwahn im Innenstadtbereich Eschweilers.

Im Projektquartier Eschweiler-West leben derzeit ca. 5.000 Einwohner (Schätzung). Der Anteil der ausländischen Bevölkerung liegt dabei in diesem Quartier mit ca. 14% deutlich über dem Anteil dieser Bevölkerungsgruppe in der Stadt Eschweiler insgesamt. Auch der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in diesem Quartier ist deutlich höher als im städtischen Durchschnitt.

Zur Verbesserung der Lebenssituation von Bewohnerinnen und Bewohnern und zur Initiierung eines städtebaulichen, aber eben auch sozialen Erneuerungsprozesses mit dem Ziel der Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung sowie der aktiven Integration insbesondere von Flüchtlingen und zur Schaffung entsprechender nachhaltiger und tragfähiger Unterstützungs- und Hilfestrukturen im und für das Quartier Eschweiler-West werden im Rahmen dieses Projektes folgende nichtinvestiven Begleitmaßnahmen durchgeführt:

 

Quartiersbüro

Das Quartiersbüro, das in der Gutenbergstraße 52 eingerichtet wurde, fungiert als niederschwellige Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger aus dem Quartier, die Unterstützungsbedarf in verschiedenen Lebenslagen und -situationen haben. Das Quartiersbüro ist dazu Sitz des Quartiersmanagements. Ferner dient das Quartiersbüro als Zentrum für die Durchführung von Sitzungen und Veranstaltungen von Organisationen, Einrichtungen sowie von Bewohnergruppen aus dem Quartier und für das Quartier.

 

Quartiersmanagement

Arbeitsbereich I: Soziale Dienste

Das Quartiersmanagement, das als Ansprechpartner für die individuellen Anliegen und Unterstützungsbedarfe der Bewohnerinnen und Bewohner und als erste Anlaufstelle der Bewohnerschaft fungiert, übernimmt vor Ort die Aufgabe der sozialen Quartiersarbeit. Das Quartiersmanagement dient ferner als Vermittlungsstelle zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern und Einrichtungen und Organisationen der sozialen Arbeit in der Stadt und der Region, die problembezogene Lösungsansätze anbieten, die durch die soziale Quartiersarbeit selbst nicht erbracht werden können.

 

Arbeitsbereich II: Sozialraumkonferenz

Zur Organisation der Bewohnerinnen- und Bewohnerbeteiligung und zur Bündelung der Kräfte von Stadt und Freien Trägern wird die "Sozialraumkonferenz Eschweiler-West" eingerichtet. Die Sozialraumkonferenz ist eine Plattform für den fachlichen Austausch und die Planung und Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen im Bereich der Flüchtlings- und Integrationsarbeit im Quartier. 

Bereits mit Beginn der städtischen Initiativen zur Einleitung eines städtebaulichen und sozialen Erneuerungsprozesses im Quartier Eschweiler-West wurde der "Runde Tisch Eschweiler-West" aktiv. Die Mitglieder dieses Runden Tisches sind auch Mitglied der Sozialraumkonferenz und bilden gemeinsam mit weiteren Einrichtungen und Organisationen in diesem Projekt den beratenden Quartiers- Beirat.

Mit dem Management der Sozialraumkonferenz wurde das Büro B-PLAN Dr. Joußen beauftragt.

 

Quartiersprojekte/Mikroprojekte

Mit Bezug auf die kontinuierliche Erhebung von zielgruppenspezifischen Bedarfen zur Verbesserung der Lebenslage, zur gesellschaftlichen Partizipation sowie für die niederschwellige Qualifizierung und Kompetenzverbesserung von Bewohnerinnen und Bewohnern werden mit den Zielgruppen sowie Organisationen und Einrichtungen im Quartier Mikroprojekte konzipiert und durchgeführt. Die Mittel für diese Quartiersprojekte werden durch einen Verfügungsfonds bereitgestellt. Für die Quartiersprojekte erfolgt eine Fördermittelweiterleitung an Träger der freien Wohlfahrtspflege und Private (Vereine, Stiftungen).

 

Projektleitung

Die Leitung des Projektes erfolgt durch Jürgen Rombach (Leiter des Amtes für Soziales, Senioren und Integration/Integrationsbeauftragter der Stadt Eschweiler).